Verhalten bei unerwünschtem Werbeanruf

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Hinweise der Verbraucherzentralen

Frankfurt/Main. Ob Gewinne, angeblich günstigere Telefontarife oder andere gut klingende Angebote: Unerwünschte Telefonwerbung ärgert viele Verbraucher und ist schlicht unzulässig und wettbewerbswidrig. Denn generell gilt: Nur wer zugestimmt hat, darf auch angerufen werden. Nach Angaben der Verbraucherzentralen versuchen unseriöse Anbieter aber immer wieder, dieses Einverständnis bei den verschiedensten Gelegenheiten geschickt zu konstruieren. Daher sollte man folgende Punkte beachten:

- Wer um Informationsmaterial bittet, gibt damit noch kein Placet für Werbeanrufe.

- Auch Kunden, die bereits etwas bei einer Firma gekauft haben, dürfen von ihr nicht ohne ausdrückliches Einverständnis per Telefon zu Werbezwecken kontaktiert werden.

- Ebenfalls reicht es nicht aus, dem Verbraucher auf einem Bestellschein eine Erklärung zum Einverständnis quasi unterzuschieben, selbst wenn das Formular einen Hinweis enthält, man könne den Passus ja streichen.

Um auch künftige Anrufe zu verhindern, empfehlen die Fachleute einen offensiven Umgang:

Zuerst nach dem Namen des Anrufers und des Unternehmens fragen, notfalls buchstabieren lassen.

Dann um eine Begründung für den Anruf bitten, schließlich Datum und Uhrzeit des Anrufs notieren.

Liegt kein Einverständnis für einen Anruf vor, ist es sinnvoll, Folgendes zu sagen: "Dann darf ich Sie darauf hinweisen, dass ihr Anruf unerwünscht ist. Ich fordere Sie auf, meine von Ihnen gespeicherten persönlichen Daten umgehend zu löschen. Ich werde die Einleitung eines wettbewerbsrechtlichen Verfahrens gegen ihre Firma veranlassen. Zudem behalte ich mir eine Unterlassungsklage gegen Sie vor."

Wurde zuvor ein Einverständnis erteilt, schlagen die Verbraucherschützer folgende Antwort vor: "Dann darf ich Sie darauf hinweisen, dass Ihr Anruf unerwünscht ist. Ich fordere Sie auf, meine von Ihnen gespeicherten Daten zu löschen, und untersage jegliche weitere Nutzung."

Wer sich von Anrufen mit Bandansagen belästigt fühlt, kann sich unter www.bundesnetzagentur.de auch an die Bundesnetzagentur wenden.

Weitere Informationen: http://www.verbraucherzentrale-rlp.de/mediabig/22192A.pdfhttp://www.bmj.bund.de/cold-calling