US-Vorwahlen: Obama weiter auf dem Vormarsch

Clinton verliert prominenten Bürgerrechtler

Der 68-jährige John Lewis beugt sich dem Willen der Bürger seines Wahlbezirks und wechselt ins Lager von Barack Obama. Hillary Clinton nimmt`s scheinbar gelassen.

Washington. Der prominente US- Bürgerrechtler John Lewis hat bei den Vorwahlen der Demokraten das Lager gewechselt und unterstützt nun Barack Obama statt Hillary Clinton. Damit folge er dem Willen der Bürger in seinem Wahlbezirk, sagte der schwarze Abgeordnete aus Georgia gestern. "In Amerika geschieht etwas. Die Menschen wollen einen neuen Tag in der amerikanischen Politik und ich glaube, sie sehen Senator Barack Obama as Zeichen dieses Wandels." Lewis sprach von einer schwierigen Entscheidung. Er schätze beide Kandidaten sehr.

Obama erklärte, Lewis sei "ein amerikanischer Held und ein Gigant der Bürgerrechtsbewegung". Seine Unterstützung sei eine große Ehre, sagte der schwarze Senator aus Illinois weiter. Clinton sagte, sie respektiere Lewis' Wechsel. Es sei ihr klar, dass er unter sehr großem Druck gestanden habe.

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Der 68-jährige Lewis sitzt seit 1987 im Repräsentantenhaus. In den 60er Jahren war er einer der führenden Mitglieder der Bürgerrechtsbewegung. Bei Protestmärschen in Alabama wurde er von Sicherheitskräften schwer misshandelt.

Die New Yorker Senatorin Clinton hat mehrere Vorwahlen in Folge an ihren Kollegen verloren. Experten zufolge könnte ihre Kandidatur vor dem Ende stehen, sollte sie nicht am 4. März in Texas und Ohio gewinnen.