Streit in SPD: Medienbericht

Naumann ließ Beck abblitzen

Der Hamburger SPD-Spitzenkandidat Michael Naumann hat nach einem Bericht der 'Bild'-Zeitung nach seiner Wahlniederlage den obligatorischen Foto-Termin mit SPD-Chef Kurt Beck selbst absagen lassen.

Berlin. Es bestehe für ihn kein Bedarf an Glückwünschen, Blumen und einem Handschlag, habe Naumann der SPD-Zentrale in Berlin am Montagmorgen ausrichten lassen. Nach Darstellung der SPD hatte dagegen Beck wegen seiner Grippeerkrankung alle Termine abgesagt. Auch an den anschließenden Gremiensitzungen nahm Beck nicht teil.

Der SPD-Vorsitzende hatte bei einem Gespräch mit Journalisten in Hamburg angedeutet, dass sich die hessische SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti - abweichend vom bisherigen Parteikurs - unter Umständen doch mit den Stimmen der Partei "Die Linke" zur Ministerpräsidentin wählen lassen könne. Diese Rolle rückwärts in der Endphase des Hamburger Wahlkampfes hatte Naumann nach dpa-Informationen in Gremiensitzungen missbilligt. Beck hatte zwar noch am Wahlabend seine Äußerungen bedauert. Einen Schaden für die Hamburger SPD hatte der Partei-Chef jedoch von sich gewiesen.

© Hamburger Abendblatt 2018 – Alle Rechte vorbehalten.