Rätselraten über Ursache

Millionen Haushalte in Florida ohne Strom

Bis zu drei Millionen Menschen waren am Dienstag im US-Staat Florida stundenlang ohne Strom, nachdem sich ein Atomkraftwerk plötzlich abgeschaltet hatte. Wie es dazu kommen konnte, war auch am Mittwoch noch unklar.

Der massive Stromausfall hatte in zahlreichen Ortschaften insbesondere im Südosten des Sonnenstaates zu teilweise chaotischen Verkehrsverhältnissen geführt, weil die Ampeln ausfielen. Bei hochsommerlichen Temperaturen mussten die Menschen ohne Klimaanlagen auskommen. Krankenhäuser hielten ihren Betrieb mit Hilfe von Generatoren aufrecht.

Glück im Unglück: Der Strom fiel um die Mittagszeit aus. Bei Anbruch der Dunkelheit hatte sich die Lage wieder normalisiert. In allen betroffenen Regionen lief der abendliche Berufsverkehr reibungslos, und in den Häusern gingen die Lichter wieder an.

Den zuständigen Behörden zufolge hatte anscheinend ein relativ kleines Problem in einem Umspannwerk eine unerklärliche Kettenreaktion ausgelöst. Danach funktionierte in dem Werk ein Trennschalter nicht richtig, und es entstand als Folge ein kleines Feuer.

Medienberichten zufolge setzten in Sekundenschnelle Kontrollmechanismen ein, die zur automatischen Abschaltung der Reaktoren des Kernkraftwerks bei Miami führten. Weder das Schalterproblem noch das Feuer hätten eine derartige Reaktion auslösen sollen, zitierte der Sender CNN einen Vertreter der Elektrizitätsgesellschaft Florida Power&Light. "Was da geschehen ist, können wir uns nicht erklären."

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