US-Wahlkampf: angebliche Affäre

Republikaner McCain wehrt sich gegen "Schmutzkampagne"

Der Favorit der Republikaner für die US-Präsidentenwahl, Vietnam-Veteran John McCain, war wegen seiner Beziehungen zu einer Lobbyistin unter Druck geraten.

Washington. McCain sieht sich nach eigenen Worten einer"Schmutzkampagne" ausgesetzt. Die Zeitung "New York Times" veröffentlichte am Donnerstag einen Artikel, in dem es um eine acht Jahre zurückliegende Beziehung des verheirateten McCain zu einer Lobbyisten geht.

In dem Artikel wird betont, dass sowohl der 71-jährige McCain als auch die 40-jährige Vicki Iseman erklärt hatten, dass es sich um eine rein freundschaftliche Beziehung gehandelt habe und dass der Senator auch keinerlei Vergünstigungen an Klienten der Lobbyistin vergeben habe. Dennoch hätten die häufigen gemeinsamen Auftritte und Veranstaltungsbesuche McCains Berater damals sehr nervös gemacht, berichtete die Zeitung, die sich auf zwei ehemalige Mitarbeiter berief.

In einer in der Nacht veröffentlichten Erklärung sprach McCain von einer Schmutzkampagne. Die Amerikaner seien diese Art von Politik leid. Zudem gebe es in dem Artikel nichts, was darauf hinweise, dass er sich inkorrekt verhalten habe. McCain hatte sich damals zum ersten Mal um die Präsidentschaftskandidatur beworben, war aber George W. Bush unterlegen.