Warnstreiks in Hamburger Kitas - Beschäftigte wollen mehr Lohn

Mehr als 800 Beschäftigte der Vereinigung Hamburger Kindertagesstätten haben am Donnerstag für mehrere Stunden die Arbeit niedergelegt.

Mit dem Warnstreik will die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Druck auf die Arbeitgeber im laufenden Tarifstreit des öffentlichen Dienstes machen.

"Nach den Protestaktionen der Krankenhausbeschäftigten in der vergangen Woche gibt es jetzt erste Warnstreiks in städtischen Betrieben", sagte ver.di-Landeschef Wolfgang Rose. Die bisherigen Angebote der Arbeitgeber seien unzumutbar. Auch bei den Kita- Beschäftigten ziehe die Forderung nach Lohnverzicht angesichts leerer Kassen nicht mehr. 69 der insgesamt 173 Kitas der Vereinigung waren nach Angaben einer Sprecherin von dem Warnstreik betroffen. In den anderen Kindergärten sei alles wie üblich gelaufen.

Der Landeselternausschuss Kindertagesbetreuung übte heftige Kritik an den Warnstreiks. "Dass der Druck auf die Arbeitgeber im Tarifstreit im öffentlichen Dienst auf dem Rücken der Kinder und ihrer berufstätigen Eltern ausgetragen wird, ist empörend", heißt es in einer Stellungnahme. Bei weiteren Streiks müssten die Eltern rechtzeitig und offen informiert werden und nicht wie diesmal erst am Abend vor dem Ausstand.