Schleswig-Holstein: Öffentlicher Dienst

Weitere Warnstreiks gestartet

Im Tarifkonflikt legten Hunderte Beschäftigte die Arbeit nieder.

Kiel. Ab 6 Uhr versammelten sich am Marinearsenal in Kiel nach Angaben der Gewerkschaft ver.di rund 1000 Beschäftigte der Bundeswehr; die Polizei sprach von etwa 400. Mehrere Hundert Demonstranten zogen Anschluss durch die Innenstadt. Am Rathausplatz ist gegen Mittag eine Kundgebung geplant. Auch Mitarbeiter von Stadtverwaltungen, Kindergärten, Sparkassen, der Arbeitsagenturen und von Bundesagenturen waren am Dienstag aufgerufen, die Arbeit ruhen zu lassen. Betroffene Kindergärten hatten die Eltern über den bevorstehenden Warnstreik informiert.

Ebenso wie in Kiel trafen sich auch in Neumünster zahlreiche Beschäftigte des öffentlichen Dienstes, die sich an dem Warnstreik beteiligten. Für Flensburg und Niebüll hatten die Gewerkschaften ebenfalls zu Kundgebungen aufgerufen. Ver.di und Tarifunion des Beamtenbundes dbb fordern für die 1,3 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen acht Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro. Die Arbeitgeber boten bislang fünf Prozent an, aber in drei Schritten verteilt auf zwei Jahre bei gleichzeitiger Verlängerung der Arbeitszeit.