Wirtschaft im Norden: Rekord in 2007

Firmenzuwachs mit 3359 neuen Jobs

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61 Prozent der Arbeitsplätze entstanden in Dienstleistungen, 22 Prozent im produzierenden Gewerbe und 17 Prozent im Handel.

Kiel. Insgesamt hätten sich im vorigen Jahr in Schleswig-Holstein 182 neue Unternehmen angesiedelt, sagte Wirtschaftsminister Dietrich Austermann (CDU) am Montag in Kiel. Bei den Arbeitsplätzen wurde die Zahl aus dem Vorjahr um mehr als 500 übertroffen. Knapp ein Viertel der zugezogenen Unternehmen kam aus der Region nördlich des Nord-Ostsee-Kanals. Aus dem Ausland siedelten sich 11 Unternehmen an, die zusammen 72 Arbeitsplätze schufen.

Austermann verwies darauf, dass seit 2006 jeden Tag im Durchschnitt 50 Arbeitsplätze entstünden. Mehr als ein Sechstel davon gingen auf das Konto neu angesiedelter Unternehmen. "Der Ansiedlungserfolg zeigt, dass Schleswig-Holstein als Wirtschaftsstandort mehr denn je gefragt ist und dass die Rahmenbedingungen für Investitionen ausgezeichnet sind." Austermann hob verfügbare Grundstücke, niedrige Gewerbesteuer und kurze Genehmigungsverfahren hervor.

Auch für die nächsten Jahre zeigte sich der Minister zuversichtlich. So seien Beschäftigungseffekte von Großvorhaben wie Fehmarnbelt- und Elbquerung, Kohlekraftwerken, Ausbau von A 20 und Nord-Ostsee-Kanal sowie Investitionen in Häfen, Forschungsinstitute und Universitätsklinikum zu erwarten

An ihren neuen Standorten beschäftigten die Unternehmen 2007 im Schnitt 18 Mitarbeiter. 2004 lag der Mittelwert noch bei sieben. Der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH), Bernd Bösche, freute sich auch über den auf 22 Prozent gestiegenen Anteil des produzierenden Gewerbes. Wenn die Konjunktur stabil bleibe, sei auch für 2008 ein gutes Ergebnis zu erwarten. Mit 160 Arbeitsplätzen im Januar in neu angesiedelten Betrieben habe das Jahr gut begonnen.

Zu den Unternehmen, die ihre Aktivitäten weiter ausbauen wollen, gehört der Windanlagenhersteller Repower mit Hauptsitz in Hamburg, der schon jetzt in Rendsburg und Büdelsdorf 300 Mitarbeiter beschäftigt. Die Firma plant den Angaben zufolge, in Osterrönfeld den Bau eines Verwaltungsgebäudes, einer Produktionshalle und eines Großlagers. Damit werde die Mitarbeiterzahl bis 2010 nochmals verdoppelt.

( dpa, abendblatt.de )