Militär: Zwischenfall im Pazifik

Russische Bomber über US-Flugzeugträger

In nur etwa 600 Meter Höhe überflogen die Bomber die "Nimitz". Die Amerikaner ließen sofort vier Kampfjets aufsteigen.

Washington/Moskau. Zwei russische Bomber haben nach Angaben von US-Militärs den US-Flugzeugträger "Nimitz" im Pazifischen Ozean in niedriger Höhe überflogen. Eine der Maschinen vom Typ Tupolew 95 sei lediglich etwa 600 Meter hoch geflogen, sagte Mark Matsunaga, Sprecher der US-Pazifikflotte in Honolulu auf Hawaii. Darauf seien vier US-Kampfjets vom Typ F-18 Hornet aufgestiegen und hätten die russischen Flugzeuge aus dem Gebiet geleitet. Russland bestätigte den Vorfall.

Es habe keinen Funkkontakt zwischen den russischen und amerikanischen Piloten gegeben, hieß es. Der Zwischenfall habe sich bereits am Sonnabend südlich von Japan ereignet. Die russischen Luftstreitkräfte teilten heute mit, ihre Langstreckenbomber hätten sich auf einem zehnstündigen Patrouillenflug über dem Pazifik befunden. "Alle Flüge werden unter strenger Beachtung des internationalen Rechts für den Luftraum über neutralen Gewässern ausgeführt", sagte ein Armeesprecher. Neben US-Kampfjets hätten auch japanische Flugzeuge vom Typ F-15 die Bomber begleitet.

Russland hatte die Flüge seiner Militärmaschinen im Pazifik bereits vergangenes Jahr ausgeweitet. Die Beziehungen zwischen Moskau und Washington haben sich in den vergangenen Monaten verschlechtert. Russland wehrt sich gegen die US-Pläne zur Einrichtung eines Raketenabwehrsystems in Polen und Tschechien.

( dpa )