Nokia: Werksschließung in Bochum

Rettungspläne gescheitert

Für das Management des finnischen Handyherstellers seien die Pläne des Betriebsrats zum Erhalt der deutschen Nokia-Handy-Produktion "nicht umsetzbar“". Jetzt soll über Arbeitsplatz-Alternativen verhandelt werden.

Espoo/Helsinki. Der Betriebsrat des Bochumer Nokia-Werkes ist mit seinen Plänen zum Erhalt der deutschen Nokia-Handy-Produktion gescheitert. Das Nokia-Management habe die Vorschläge des Betriebsrates als "nicht umsetzbar" zurückgewiesen. Das haben beide Seiten nach einem Treffen am Hauptsitz des Unternehmens in Espoo (Finnland) am Dienstag mitgeteilt. Damit ist das Aus für die bisherigen 2300 Arbeitsplätze bei Nokia selbst sowie knapp 2000 indirekt Betroffene endgültig. Jetzt müsse es darum gehen, für die Beschäftigten in Bochum Arbeitsplätze bei anderen Unternehmen zu finden, hieß es in der Mitteilung.

Nokia erneuerte seine Ablehnung aller Vorschläge zur Fortsetzung der Produktion in Bochum. Der finnische Handy-Konzern und der Bochumer Betriebsrat wollen aber offiziell über Arbeitsplatz- Alternativen verhandeln. Darauf einigten sich Vertreter beider Seiten nach dem Gespräch in der Nokia-Zentrale in Espoo.

Beide Seiten wollen jetzt vorrangig das Ziel verfolgen, "innovative Lösungen für die Zukunft der Nokia-Beschäftigten in Bochum zu finden". Betriebsrat und IG Metall hatten bisher den Erhalt der Nokia-Produktion als Ziel aller eigenen Bemühungen bezeichnet. Bereits am Donnerstag solle eine Arbeitsgruppe aus Vertretern des Landes Nordrhein-Westfalen sowie von Nokia zu Gesprächen zusammenkommen.

( dpa )