Tarifkonflikt: fünf Prozent mehr Lohn geboten

Ab Donnerstag Warnstreiks im öffentlichen Dienst

Nach dem Scheitern der dritten Tarifrunde sind für Donnerstag Ausstände in verschiedenen Bereichen geplant. Innenminister Schäuble wirft den Gewerkschaften eine kompromisslose Haltung vor.

Potsdam. Im öffentlichen Dienst stehen Warnstreiks bevor. Die Aktionen sollen in verschiedenen Bereichen an diesem Donnerstag beginnen, wie nach der dritten Tarifrunde in Potsdam aus Kreisen der Gewerkschaft ver.di zu erfahren war. Die endgültige Entscheidung soll die Tarifkommission fällen. Die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen wurden heute auf den 25. Februar vertagt. Die Verhandlungen hätten kein Ergebnis gebracht, sagte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU).

Mit dem Angebot von insgesamt fünf Prozent mehr Einkommen seien die Arbeitgeber den Gewerkschaften einen großen Schritt entgegengekommen, sagte Schäuble. Er warf den Gewerkschaften eine kompromisslose Haltung vor. Insgesamt seien fünf Verhandlungsrunden angesetzt. Die kommunalen Arbeitgeber verwiesen auf die hohen Schulden der Kommunen. Die finanziellen Spielräume seien eng. Ver.di- Chef Frank Bsirske warf den Arbeitgebern "eine Fortsetzung der Politik des Reallohnverlustes" vor.

( dpa )