Schweiz: Bilder-Wert von rund 62 Millionen Euro

Berühmte Kunst-Sammlung ausgeraubt

Die Sammlung Bührle gilt als bedeutendste Sammlung der europäischen Moderne. Die Räuber stahlen unter anderem Ölgemälde von Cézanne und van Gogh.

Zürich. Die berühmte Sammlung Bührle in Zürich ist nach Berichten des Schweizer Fernsehens von Unbekannten ausgeraubt worden. Die Polizei sprach heute von einem Kunstraub durch bewaffnete Täter im Wert von umgerechnet mehr als 62 Millionen Euro. Nach Polizeiangaben handelt es sich unter anderem um Ölgemälde von Cezanne, Degas, van Gogh und Monet. Das Fernsehen berichtete, solche Bilder seien in der Sammlung präsent gewesen. Nachbarn seien Polizeiwagen vor dem Museum aufgefallen.

Bei der Sammlung Bührle handelt es sich um eine Stiftung des Industriellen Emil Georg Bührle, der unter anderem Kanonen herstellte. Sie gilt als bedeutendste Sammlung der europäischen Moderne und französischer Impressionisten in der Schweiz. Vom Wert der geraubten Gemälde her dürfte der jüngste Fall einer der größten Kunstdiebstähle in der Schweiz gewesen sein.

Erst am vergangenen Mittwochabend hatte ein Kunstraub in der Schweiz für Aufsehen gesorgt. Aus einer Ausstellung in Pfäffikon südlich von Zürich wurden zwei Gemälde von Pablo Picasso gestohlen. Die Bilder, die dem Sprengel Museum in Hannover gehören, sollen mehr als drei Millionen Euro wert sein. Von Tätern und Bildern fehlt jede Spur. Das Kulturzentrum in Pfäffikon hatte nach dem Raub seine Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Vor knapp einem Jahr war zu Ostern 2007 aus einer Villa in Genf eine Sammlung afrikanischer Kunst sowie ein Bild des deutschen Künstlers Joseph Beuys im Wert von 1,5 Millionen Euro gestohlen worden.