Schweden: Computer-Kriminalität

Millionentransfer in letzter Sekunde verhindert

Mit modernster Technik manipulierten Räuber den Rechner eines Bankangestellten. Doch der konnte noch rechtzeitig den Stecker ziehen.

Stockholm. Die schwedische Polizei hat sieben Verdächtige festgenommen, die mit einer dreisten Computer-Manipulation nur noch Sekunden vom Abschluss eines digitalen Millionentransfers entfernt waren. Wie Staatsanwalt Thomas Balter Nordenman am Mittwoch mitteilte, hatten sie im vergangenen August heimlich "Geräte der Spitzentechnologie" unter dem Schreibtisch eines Angestellten einer Bank im Kreis Uppland nördlich von Stockholm angebracht. Damit gelang es ihnen, per Remote-Zugriff die Kontrolle von dessen PC zu übernehmen.

Als dem Angestellten auffiel, dass sein Computer plötzlich "Millionen" auf ein anderes Konto zu transferieren begann, habe er das Gerät entdeckt und geistesgegenwärtig die Kabelverbindung zu seinem PC getrennt. "Ihm gelang es damit in letzter Sekunde, den beabsichtigten Transfer zu stoppen", sagte Nordenman. Der versuchte digitale Bankraub wurde erst jetzt bekanntgegeben, nachdem die Polizei die sieben Verdächtigen in dieser Woche verhaftete - sie waren offenbar dabei, den nächsten Coup vorzubereiten.

( ap )