US-Vorwahlen: Demokraten

Edwards steigt aus

Mit der Aufgabe des 54-Jährigen fokussiert sich der Wahlkampf der demokratischen Partei auf das Duell zwischen Obama und Clinton.

Washington. Der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber John Edwards steigt aus dem Rennen um das Weiße Haus aus. Der 54- Jährige wolle seinen Rückzug aus den Vorwahlen noch heute persönlich bekannt geben, berichtete der US-Fernsehsender CNN. Edwards hatte in den vergangenen Abstimmungen enttäuschend abgeschnitten und landete stets abgeschlagen hinter dem schwarzen Bewerber Barack Obama und Ex-First-Lady Hillary Clinton.

Damit steht die Abstimmung am nächsten Dienstag, wenn in 22 US- Bundesstaaten gewählt wird, im demokratischen Lager ganz im Zeichen des Duells zwischen Obama und Clinton. Angesichts der Konzentration der Medien auf die Auseinandersetzung der beiden demokratischen Favoriten hatte Edwards zusehends Schwierigkeiten, Gehör zu finden.

Edwards hatte sich bereits 2004 an der Seite des Präsidentschaftkandidaten John Kerry um das Vizeamt beworben. In seinem Wahlkampf hatte er vor allem auf den Kampf gegen wachsende soziale Ungleichheit gesetzt. Außerdem kritisierte der gelernte Anwalt, dass Unternehmen und Geschäftsleute durch ihre Lobbyarbeit immer mehr Einfluss in Washington erhalten. Anklagend sprach der aus South Carolina stammende Edwards von den "zwei Amerikas".

( dpa )