Schule gestürmt in Pakistan: 250 Kinder in Gewalt von Terroristen

Geiselnahme unblutig beendet

Die Extremistengruppe hatten zunächst vergeblich versucht, einen Regierungsvertreter zu entführen, und sich dann in dem Schulgebäude im Nordwesten Pakistans verschanzt.

Peshawar. Innenminister Hamid Nawaz sprach von "etwa sieben Terroristen", die mit Granaten und Raketenwerfern bewaffnet waren. Die meisten Kinder waren nach Angaben der Polizei zwischen acht und zwölf Jahre alt.

Die Provinzregierung hatte mit den Geiselnehmern Verhandlungen aufgenommen. Bei einem Feuergefecht wurde einer der Extremisten erschossen, drei Polizisten wurden verletzt.

Die Geiselnehmer forderten neben der Leiche ihres getöteten Mittäters freies Geleit um das Dorf Domail, 250 Kilometer westlich von Islamabad, mit fünf Kindern und zehn Einheimischen verlassen zu können. Ihr Ziel war es, in die halbautonomen Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan zu gelangen. Sie sicherten zu, die Geiseln dort freizulassen.

Am Ende gaben die Extremisten auf und stellten sich freiwillig. Die Kinder ließen sie alle unverletzt frei.

Im Nordwesten Pakistans befinden sich die so genannten Stammesregionen, die von den pakistanischen Sicherheitskräften nicht vollständig kontrolliert werden. Dort halten sich zahlreiche Extremisten verschanzt, die dem Terrornetzwerk Al-Qaida nahestehen.