Einbruch: Skurrile Taktik

Mit Rammbock vor dem Auto ins Juweliergeschäft

Nach Angaben der Polizei bedienten sich die drei Männer am Freitagmorgen einer an mittelalterliche Lanzenreiter erinnernden Technik.

Stade. Weil vor dem Juweliergeschäft in der Fußgängerzone ein schwerer Poller stand, konnten sie nicht direkt mit dem Auto in das Schaufenster fahren, wie es bei vielen anderen Juwelier-Überfällen gemacht wurde. Um das Hindernis zu überwinden, stahlen die Gangster von einer Baustelle eine armdicke Gerüststange und bohrten das Metallteil in den Kühler ihres Wagens. Mit der Konstruktion rammten sie die Tür, bis sie aufsprang, und ließen aus Vitrinen Uhren im Wert von mehreren 10.000 Euro mitgehen. Der Lärm weckte Anwohner, darunter die Töchter des Juweliers. Sie riefen die Polizei und machten sich lautstark bemerkbar. Daraufhin flohen die Männer unerkannt. Das Ramm-Auto ließen sie stehen und rasten mit einem Fluchwagen davon.

( abendblatt.de )