Bochum: Handy-Hersteller schließt Werk

Nokia lehnt Verhandlungen ab

Als "Subventions-Heuschrecke" hatte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers den finnischen Konzern betitelt. Doch der bleibt rigoros - das Werk in Bochum wird geschlossen.

Helsinki. Der finnische Nokia-Konzern schließt Verhandlungen mit deutschen Stellen über eine mögliche Weiterführung der Werkes in Bochum mit 2300 Beschäftigten aus. Das sagte Unternehmenssprecherin Arja Suominen heute in Helsinki zu Initiativen des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers mit Unterstützung der Bundesregierung. Suominen sagte weiter: "Wir haben sehr sorgfältige Analysen der Kosten und der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit des Bochumer Werkes durchgeführt. Die Entscheidung zur Schließung ist genau durchdacht."

Über die Ankündigung von Rüttgers, persönlich mit dem Nokia- Spitzenmanagement in Helsinki über Möglichkeiten zur Weiterführung der Produktion sprechen zu wollen, sagte die Konzernsprecherin: "Wir werden mit den Vertretern der Beschäftigten über einen Sozialplan sprechen." Die endgültige Entscheidung zur Schließung des Werkes sei im Dezember gefallen.

( dpa )