Tarifkonflikt: Nach Einigung mit der GDL

Bahn will Stellen streichen und Preise erhöhen

Laut Bahn-Vorstand koste die Einigung mit der GDL die Bahn Milliarden Euro zusätzlich. Konkrete Angaben zu geplanten Maßnahmen gab Vorstandschef Hartmut Mehdorn zwar noch nicht bekannt, stellte aber dennoch fest: „Es wird uns gelingen, aber die Konsequenzen werden für uns bitter sein.“

Berlin. Die Bahn hat als Konsequenz aus der weitgehenden Tarifeinigung mit der Lokführergewerkschaft GDL Stellenabbau und Preiserhöhungen angekündigt. Die zusätzlichen Belastungen müssten aufgefangen werden, sagte Vorstandschef Hartmut Mehdorn in Berlin. Es werde nun "sehr schnell" geprüft, wie die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns wiederhergestellt werden könne. Konkrete Angaben zu geplanten Maßnahmen machte Mehdorn vorerst nicht. "Es wird uns gelingen, aber die Konsequenzen werden für uns bitter sein."

Die Bahn und die GDL hatten sich nach monatelangem Ringen am vergangenen Samstag bei einem Treffen im Bundesverkehrsministerium auf Eckpunkte eines Tarifvertrags geeinigt. Demnach bekommen die Lokführer 800 Euro Einmalzahlung sowie bei einer Laufzeit bis Ende Januar 2009 schrittweise elf Prozent mehr Geld. Zum 1. Februar 2009 soll dann die Wochenarbeitszeit bei gleicher Bezahlung um eine Stunde auf 40 Stunden gesenkt werden. Mehdorn sprach vor diesem Hintergrund von drohenden "zusätzlichen Belastungen in Milliardenhöhe über den Planungszeitraum der nächsten fünf Jahre", die aufzufangen seien.