Wohnungsbau: Trendwende bei Investitionen

1165 neue Wohnungen für den Norden

Die 75 Mitglieder des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) wollen in Schleswig-Holstein dieses Jahr 224 Millionen Euro für den Neubau von Wohnungen ausgeben.

Hamburg. Die geplanten Wohnungen sollen zum Beispiel in Lübeck, Norderstedt und Flensburg gebaut werden, wie der VNW am Donnerstag in Hamburg mitteilte. "Wir beobachten eine Trendwende in der Investitionspolitik", sagte Direktor Joachim Wege. Nachdem der Neubau von Wohnungen zuletzt nur eine untergeordnete Rolle gespielt habe, würden die Unternehmen ihre Ausgaben in diesem Bereich verstärken. Im vergangenen Jahr waren 220 Millionen Euro in Schleswig-Holstein für den Wohnungsneubau ausgegeben worden.

Es geht "oft um die Ersetzung vorhandener Bestände durch zukunftsfähige Neubauten, die den gewandelten Wohnbedürfnissen auch in puncto Energieeffizienz und Barrierefreiheit entsprechen", sagte Wege. Zudem steige derzeit die Zahl der Bevölkerung und der Haushalte in Schleswig-Holstein. Deshalb gebe es Bedarf an zusätzlichem Wohnraum. Außerdem müssten Balkone und Fahrstühle nachgerüstet sowie die Wärmedämmung und Heiztechnik im Zuge des Klimaschutzes verbessert werden.

Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen vertritt 311 Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften in Hamburg, Mecklenburg- Vorpommern und Schleswig-Holstein. Jährlich investieren diese nach eigenen Angaben etwa eine Milliarde Euro. In den insgesamt 748 000 Wohnungen leben rund 1,6 Millionen Menschen. In Schleswig-Holstein leben in den 165 000 Wohnungen, die VNW-Unternehmen in dem norddeutschen Bundesland bewirtschaften, rund 400 000 Menschen.

( dpa, abendblatt.de )