Kenia: Versammlung zum "Marsch der Millionen"

Polizei wieder in Stellung

Nach dem gestrigen Scheitern des Protestmarsches wollen die Sicherheitskräfte den heutigen Anlauf für die Kundgebung von Anhängern des Oppositionsführers Raila erneut im Keim ersticken.

Nairobi. Tausende Bereitschaftspolizisten und paramilitärische Einheiten patroullierten an den Hauptzugangsstraßen zum Stadtzentrum sowie rund um den Uhuru-Park, in dem sich die Demonstranten gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mwai Kibaki versammeln wollten.

Auch in den Armenvierteln der Stadt, wo Odinga besonders viele Anhänger hat, waren Sicherheitskräfte zu sehen. "Wir warnen erneut, dass wir niemanden erlauben werden, eine Kundgebung in der Stadt abzuhalten", sagte ein Polizeisprecher. Die Demonstration sei verboten.

Die Kundgebung der Opposition war ursprünglich für Donnerstag geplant gewesen, wurde jedoch von der kenianischen Regierung mit einem massiven Polizeiaufgebot verhindert. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Teilnehmer am Uhuru-Park auseinanderzutreiben. Nach Oppositionsangaben sollten bis zu einer Million Menschen an der Veranstaltung teilnehmen, bei der sich Odinga zum "Präsident des Volkes" ausrufen wollte.

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