USA: Wegen außerordentlicher Führungskraft

Putin Person des Jahres 2007

Für das "Time"-Magazin ist Russlands scheidender Präsident die herausragendste Persönlichkeit des Jahres.

New York. Das US-Magazin "Time" hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin zur "Person des Jahres" 2007 gekürt. Putin habe eine außerordentliche Führungsleistung vollbracht, indem er ein Land im Chaos übernommen und ihm Stabilität gebracht habe, erklärte der amtierende "Time"-Chefredakteur Richard Stengel. Zu den weiteren Kandidaten zählten Friedensnobelpreisträger Al Gore und die britische Autorin J.K. Rowling.

"Er ist der neue Zar von Russland, und er ist gefährlich in dem Sinn, dass er sich nicht um bürgerliche Freiheiten schert, sich nicht um freie Rede schert", sagte Stengel. Putin sei in Russland populär. Viele dort glaubten, dass es weitgehend ihm zu verdanken sei, dass das Land an Stabilität gewonnen habe.

Die Zeitschrift kehrte mit ihrer Wahl Putins zur Tradition zurück, ein einzelnes Individuum zur "Person des Jahres" auszurufen. Im vergangenen Jahr wurden alle Internetnutzer mit dem Titel geehrt. Alle, die im World Wide Web Inhalte produzieren oder nutzen, hätten sich die Auszeichnung als neue "Bürger in der digitalen Demokratie" verdient, erklärte Stengel damals. In den Vorjahren wurden der irische Rocksänger und Aktivist Bono, US-Präsident George W. Bush und Amazon.com-Gründer und -Chef Jeff Bezos ausgewählt.