Geberkonferenz:

Palästinenser bekommen 7,4 Milliarden Dollar

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatte für die kommenden drei Jahre 5,6 Milliarden Dollar Finanzhilfen erbeten, um „eine totale Katastrophe im Westjordanland und im Gaza-Streifen“ zu vermeiden.

Paris. Die Palästinenserverwaltung bekommt 7,4 Milliarden Dollar von der internationalen Gemeinschaft für den wirtschaftlichen und politischen Wiederaufbau. Das teilte der französische Außenminister Bernard Kouchner am Montag zum Schluss der Geberkonferenz in Paris mit.

Abbas versprach, einen Teil der Finanzhilfen auch im Gaza-Streifen einzusetzen. Die radikal-islamische Bewegung Hamas, die in dem volkreichen Küstenstreifen die Macht übernommen hat, wertete die Hilfen allerdings als "Kriegserklärung" und lehnte sie ab.

Steinmeier rief Israel auf, "Verabredungen über einen Stopp von Siedlungen nicht zu brechen" und dafür zu "sorgen, dass in den palästinensischen Gebieten hergestellte Waren auch das Land verlassen können". Deutschland will unter anderem in Schulen und in die Wasserversorgung investieren.

Ein Teil der Zusagen soll humanitären Programmen dienen. Größter Geldgeber ist die Europäische Union mit 650 Millionen Dollar vor den USA mit 555 Millionen und Saudi-Arabien mit 500 Millionen Dollar. Für Deutschland versprach Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier 200 Millionen Euro, also knapp 300 Millionen Dollar.