Wahl 2008: Erfrischungsgeld verdreifacht

Helfer sollen 100 Euro am Tag verdienen

Auf der dringenden Suche nach Freiwilligen für die Bürgerschaftswahl im Februar setzen die Hamburger Behörden nun auch auf einen kräftigen finanziellen Anreiz.

Hamburg. Das Erfrischungsgeld für die Wahlhelfer werde von gut 30 auf 100 Euro pro Tag erhöht, sagte der Sprecher des Landeswahlamts, Ralf Kunz, am Montag in Hamburg. Er bestätigte damit einen Bericht der "Bergedorfer Zeitung".

Durch das kompliziertere Wahlrecht und nach dem Aus für den digitalen Wahlstift benötigt das Amt mehr als 15 000 Helfer für die mehrtägige Handauszählung der Stimmen. Neben Helfern werden auch noch immer Räume für die Auszählung gesucht, weil Wahllokale wie Schulen oder Turnhallen auch über den Wahlsonntag hinaus genutzt werden müssten.

Für die Wahlvorstände in den Wahllokalen soll Kunz zufolge die Aufwandsentschädigung auf 120 und für ihre Stellvertreter auf 110 Euro pro Tag steigen. "Zum einen wollen wir damit diese Arbeit würdigen, zum anderen hoffen wir, dass sich noch mehr Freiwillige melden", sagte der Wahlamtsprecher. Die Helfer könnten das Geld steuerfrei erhalten. Der Senat müsse der Verdreifachung des Erfrischungsgeldes noch zustimmen, sagte Kunz. "Aber es wird so kommen."

Bei der Suche nach Räumen für die Auszählung schaut sich das Amt derzeit Immobilien an, die der Finanzbehörde unterstehen. Geprüft werden auch leerstehende Kasernen. "Mit 1000 von den 1550 Wahllokalen müssen wir sicherlich umziehen", sagte Kunz. Das Wahlamt wolle zentrale Zählstellen einrichten. Die Resonanz bei den Schulen, die angeschrieben wurden, ist Kunz zufolge "bislang durchwachsen". "Einige haben sofort zugesagt, andere überlegen noch."