Umwelt

Weißes Haus kritisiert Bali-Ergebnis

Washington. Die US-Regierung hat das Ergebnis der Weltklimakonferenz auf Bali kritisiert. Zwar sei die dort gefasste Entschließung ein "wichtiger erster Schritt" für ein internationales Kyoto-Nachfolgeabkommen nach 2012, heißt es in einer am Sonnabend in Washington veröffentlichten Erklärung des Weißen Hauses. Aber die USA hätten "ernsthafte Bedenken", wenn bei den anstehenden Verhandlungen über die konkreten Maßnahmen gegen die Erderwärmung nur die Industrienationen gefordert wären.

Der Bericht des Weltklimarats IPCC habe deutlich gemacht, dass die Schwellen- und Entwicklungsländer bei der Begrenzung der Treibhausgase eine wichtige Rolle spielen müssten, betonte das Weiße Haus. "Auch die wichtigen Entwicklungsländer müssen handeln." Zudem müssten Unterschiede zwischen den verschiedenen Staaten gemäß ihrer Größe, ihrem CO 2 -Ausstoß, ihrem Energieverbrauch und ihrer wirtschaftlichen Entwicklung gemacht werden. Bei internationalen Abkommen müssten insbesondere die Möglichkeiten und Bedürfnisse der ärmsten Länder besonders berücksichtigt werden, betonte die US-Führung.

Als positiv wertete das Weiße Haus, dass in dem Schlussdokument von Bali die Bedeutung neuer, sauberer Technologien auch für die Entwicklungsländer und der Kampf gegen die Urwaldvernichtung betont wird.