Vogelgrippe

Vogelgrippe in Brandenburg ausgebrochen

Im Norden Brandenburgs ist die Vogelgrippe ausgebrochen. Bei Hühnern eines privaten Halters im Kreis Oberhavel wurde der auch für Menschen gefährliche Erreger H5N1 nachgewiesen.

Potsdam/Oranienburg. Die elf Tiere in dem Bestand seien getötet worden. Nachdem das brandenburgische Landeslabor den Befund am Freitag diagnostiziert habe, liege jetzt die Bestätigung des Friedrich-Löffler-Instituts auf der Ostsee-Insel Riems vor. Um den Standort im Kreis Oberhavel wurde den Angaben zufolge ein Sperrbezirk mit einem Radius von drei Kilometern eingerichtet.

Nach Angaben der Kreissprecherin Patricia Schuster waren plötzlich fünf der Tiere verendet, woraufhin ihr Besitzer den Amtstierarzt informiert habe. Dieser habe dann die restlichen sechs Hühner getötet. Die Tierärzte am Ort würden inzwischen von einer "Taskforce" des Agrarressorts - bestehend aus drei weiteren Veterinären - verstärkt, um weitere Geflügelbestände in der Umgebung zu überprüfen. Dort gebe es jedoch keine Großbetriebe. Den genauen Ort wollte Schuster - wie in solchen Fällen üblich - nicht nennen.

Außerdem versuchten die Mediziner herauszufinden, wie das Virus eingeschleppt worden sein könnte, sagte die Sprecherin. Ab sofort gelte wieder die bisher ausgesetzte Stallpflicht. Der Halter des betroffenen Geflügelbestandes werde vorbeugend durch das Gesundheitsamt betreut. Auch wenn Teile des Kreises Oberhavel in der Vergangenheit schon einige Male Beobachtungsgebiet waren, handele es sich dort um den ersten Fall von Vogelgrippe.

Im vergangenen Juni war zum ersten Mal in diesem Jahr in Deutschland wieder das H5N1-Virus nachgewiesen worden. Nach dem Fund in Nürnberg gab es in der Folge in mehreren Bundesländern Vogelgrippefälle.