Wahl-Umfrage

CDU braucht Koalitionspartner zum Weiterregieren

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Die CDU braucht einer neuen Umfrage zufolge einen Koalitionspartner zur Fortsetzung ihrer Regierung in Hamburg. Wenn am Sonntag Bürgerschaftswahl wäre, würde die Partei 41 Prozent der Stimmen bekommen, 1 Prozent weniger als im September.

Das ergab eine Umfrage von Infratest dimap im Auftrag von NDR 90,3 und Hamburg Journal. Die SPD käme auf 34 Prozent (+2), die GAL könnte mit 12 Prozent rechnen (-1). Die Linke würde mit 7 Prozent (+/-0) in die Hamburger Bürgerschaft einziehen, die FDP mit 3 Prozent (-1) dagegen nicht. In Hamburg wird am 24. Februar 2008 gewählt. Die CDU verfügt seit der Wahl vor vier Jahren über die absolute Mehrheit der Mandate.

Bei einem solchen Ergebnis könnte es zur ersten schwarz-grünen Koalition auf Landesebene in Deutschland kommen. Möglich wäre auch eine große Koalition. Eine Regierungsbildung unter Beteiligung der Linken lehnen CDU, SPD und GAL ab.

Der Spitzenkandidat der SPD, Michael Naumann konnte in der repräsentativen Umfrage unter 1000 Wahlberechtigten (7. bis 12. Dezember) seinen Abstand zu Bürgermeister Ole von Beust verringern. Bei einer Direktwahl würden sich 49 Prozent für Beust (-3) und 35 Prozent für Naumann entscheiden (+6).

Im direkten Vergleich der Wählergunst führt Beust fünf von sechs Kategorien an. 56 Prozent der Befragten gaben an, der Beust passe besser zu Hamburg, 27 Prozent entscheiden sich für Naumann. 51 Prozent halten Beust für die stärkere Führungspersönlichkeit, 19 Prozent Naumann. Für 46 Prozent ist der Amtsinhaber sympathischer, für 33 Prozent der Herausforderer. Den größeren wirtschaftspolitischen Sachverstand trauen 44 Prozent Beust zu (Naumann 16 Prozent). Beust ist für 37 Prozent glaubwürdiger, Naumann für 30 Prozent. Der Herausforderer setzt sich aber nach Ansicht von 44 Prozent der Befragten stärker für soziale Gerechtigkeit ein. Hier sehen nur 24 Prozent den Bürgermeister vorn.

Einen neuen Senat unter SPD-Führung wünschen sich 50 Prozent der Wahlberechtigten (+7), einen Senat unter CDU-Führung bevorzugen 40 Prozent (-2). Bei den Koalitionsmöglichkeiten wünschen sich 23 Prozent (-3) eine rot-grüne Koalition, eine CDU-Alleinregierung wird von 17 Prozent (+2) favorisiert. 11 Prozent wünschen sich eine große Koalition (-6), ein Bündnis von CDU und GAL halten nur 5 Prozent (-2) für ideal.

Bei der Bürgerschaftswahl 2004 hatte die CDU 47,2 Prozent erreicht, die SPD kam auf 30,5 Prozent. Außerdem zogen die Grünen (GAL) mit 12,3 Prozent ins Parlament ein. Die FDP scheiterte mit 2,8 Prozent.

( dpa )