Umwelt: Aktion "Licht aus"

"Licht aus", aber richtig

Die Aktion „Licht aus“ könnte zu einer weitaus längeren Lichtlosigkeit führen, als geplant. Die Stromkonzerne fürchten einen Abfall der Stromlast im europäischen Leitungssystem.

Hamburg. Die Aktion "Licht aus" könnte zu einer weitaus längeren Lichtlosigkeit führen, als geplant. Stromkonzerne warnen: "Wenn zu viele Menschen mitmachen, drohen ernste Gefahren für das gesamte europäische Stromnetz", sagte der Geschäftsführer der RWE Transportnetz Strom GmbH, Klaus Kleinekorte, der Zeitung "Die Welt". Die Umweltschutz-Organisationen Greenpeace, BUND und WWF wollen am Samstag zwischen 20 Uhr und 20 Uhr in Deutschland, Österreich und der Schweiz das Licht auszuschalten. Damit soll ein Zeichen der Mahnung für mehr Klimaschutz gesetzt werden.

Die "Bild"-Zeitung, der Fernsehsender ProSieben und das Internetportal Google unterstützen die Initiative. Die Stromkonzerne bereiten sich nach eigenen Angaben bereits auf den zu erwartenden plötzlichen Abfall der Stromlast im Leitungssystem vor.

Mittlerweile haben laut "Welt" mehrere große Unternehmen ihre Beteiligung zugesagt, darunter BMW, Porsche, Bosch, Deutsche Telekom und T-Mobile. Ebenfalls die Außenbeleuchtung zahlreicher Bauwerke soll am Samstag für fünf Minuten ausgestellt werden, so beim Kölner Dom und am Brandenburger Tor in Berlin.

( abenblatt.de )