Frankreich:

Paketbomben-Anschlag in Paris

Der Sprengsatz tötete eine Mitarbeiterin der Anwaltskanzlei, in der der französische Präsident, Nicolas Sarkozy, früher selbst gearbeitet hat.

Paris. Bei einem Paketbomben-Anschlag im Haus der ehemaligen Anwaltskanzlei des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy in Paris ist eine Frau getötet worden. Nach Polizeiangaben wurde ein Mensch bei dem Anschlag im 8. Arrondissement der Hauptstadt schwer verletzt. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar.

Das Paket war nach ersten Informationen an eine andere Anwaltskanzlei adressiert gewesen. In dem Haus, in dem die Paketbombe explodierte, hat auch eine Stiftung zum Gedenken an den Holocaust ihren Sitz. Der Élyseepalast wollte das Attentat am Donnerstag nicht kommentieren. Weder die Stiftung noch Sarkozys Ex-Anwaltskanzlei waren erreichbar.

Die Paketbombe war am Vormittag explodiert. Die Polizei hatte zudem noch ein zweites verdächtiges Paket ausfindig gemacht. Einer der Anwälte der betroffenen Kanzlei soll an dem Prozess gegen Yvan Colonna beteiligt sein, der derzeit wegen Mordes an dem Präfekten von Korsika vor Gericht steht. Innenministerin Michèle Alliot-Marie verließ vorzeitig eine Konferenz in Brüssel, um sich an den Anschlagsort zu begeben. Sie verurteilte das Attentat.

( dpa )