Bessere Bahnverbindungen von Stade und Cuxhaven nach Hamburg

­Das Elbe-Weser-Dreieck rückt näher an Hamburg heran. Zum Fahrplanwechsel am Sonntag nimmt die Deutsche Bahn die neue S-Bahn-Verbindung zwischen Stade und Hamburg-Neugraben in Betrieb.

Die von den Ländern Niedersachsen und Hamburg mit 162 Millionen Euro finanzierte Linie soll die beiden Städte und die Region dazwischen im 10- bzw. 20-Minuten-Takt verbinden, sagte ein Bahnsprecher am Donnerstag. Ebenfalls am Sonntag übernimmt die metronom-Eisenbahngesellschaft den Personenzug-Betrieb auf der Strecke Cuxhaven-Hamburg. Der Metronom werde im Stundentakt bis zum Hamburger Hauptbahnhof fahren, sagte eine Sprecherin.

Die 2003 zwischen den beiden Bundesländern und der Bahn vereinbarte S-Bahn ersetzt den Angaben zufolge die bisherigen Regionalbahn-Verbindungen. Anders als bisher müssen die Fahrgäste in Hamburg-Neugraben nicht mehr umsteigen, sondern können mit der S-Bahn-Line S3 direkt bis in die Hamburger City fahren.

Die direkte Verbindung wird nach Angaben der Bahn durch den Einsatz von 42 sogenannter Zwei-Strom-Fahrzeuge möglich, die innerhalb Hamburgs mit 1500 Volt Gleichstrom und auf den Bahnstrecken jenseits der Stadtgrenze mit 15 000 Volt Wechselstrom fahren. Ohne die insgesamt 90 Millionen Euro teuren Züge wäre ein kompletter Streckenneubau erforderlich geworden, sagte der Bahnsprecher.

Die bisherigen Regionalexpress-Linien der Bahn von Hamburg über Stade nach Cuxhaven übernimmt ab Sonntag der Metronom. Die niedersächsische Bahngesellschaft will komfortablere Züge auf der Strecke einsetzen. Berufspendler können sich sogar einen Stammplatz reservieren. Die Fahrpläne von S-Bahn und Metronom sind den Angaben zufolge miteinander "vertaktet", so dass Stade immer mit einer von beiden Möglichkeiten erreichbar sein wird.

( lni )