Wirtschaft: Nach Einführung von Mindestlohn

PIN-Gruppe entlässt 1000 Mitarbeiter

Die meisten Entlassungen werde es in Niedersachsen und Bayern geben teilte das Unternehmen mit. Weitere Arbeitsplätze seien gefährdet.

Luxemburg/Berlin. Als Reaktion auf die Einführung des Mindestlohns für Briefzusteller hat die PIN-Group die Entlassung von zunächst 1000 Mitarbeitern angekündigt. Dies teilte das Unternehmen in Luxemburg mit. Die meisten Kündigungen solle es zunächst in Niedersachsen und Bayern geben. "Darüber hinaus ist eine Vielzahl weiterer Arbeitsplätze im Konzern gefährdet", hieß es.

"Mit dem überhöhten Mindestlohn wurde bewusst in Kauf genommen, dass Investments in Milliardenhöhe am Standort Deutschland zunichte gemacht werden und zigtausende von Arbeitsplätzen bei den privaten Briefdienstleistern verloren gehen", erklärte PIN-Geschäftsführer Günter Thiel. Besonders bedauerlich sei, dass vor allem Geringqualifizierte und ehemalige Langzeitarbeitslose betroffen seien.

Derzeit prüft der PIN-Vorstand gemeinsam mit einem Beratungsunternehmen Geschäftsmodelle und künftige Strategien im Hinblick auf den Fortbestand des Unternehmens, wie es weiter hieß. Nach eigenen Angaben beschäftigt die PIN Gruppe mehr als 9.000 Mitarbeiter. Mehrheitsgesellschafter ist der Berliner Medienkonzern Axel Springer.