Gespräche: Eckpunkte von Tarifvertrag gesetzt

Keine Streiks bis Ende Januar

Bahnkunden können sich auf eine Streik-Auszeit freuen und GDL und Bahn demonstrieren Verhandlungsbereitschaft. Bis Ende Januar wolle man Fragen zu Lohn und Arbeitszeit "unter Dach und Fach zu bringen", so GDL-Chef Schell.

Berlin. Die Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL sind bei den Tarifverhandlungen einen Schritt weiter gekommen. Beide Seiten verständigten sich auf die Eckpunkte eines Tarifvertrages und weitere Gespräche, wie Bahnchef Hartmut Mehdorn in Berlin mitteilte. Die Lokführer sollen einen eigenen Tarifvertrag bekommen, der sich in das gesamte Tarifgefüge der Bahn einfügt. GDL-Chef Manfred Schell sagte: "So lange wir verhandeln, streiken wir nicht." Damit sind neue Streiks bis Ende Januar 2008 unwahrscheinlich.

Ziel sei, die Fragen zu Entgelt und Arbeitszeit bis Ende Januar "unter Dach und Fach zu bringen", sagte Schell nach dem Spitzentreffen. Mehdorn und Schell hatten ihr Treffen nach zehn Stunden Verhandlungen vom Montag auf Dienstag vertagt, um Einigungschancen auszuloten.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) wollte vor allem geklärt wissen, ob für ihre Kernforderung nach einem "eigenständigen Tarifvertrag" eine gemeinsame Definition erreichbar ist. Die Bahn hatte einen eigenständigen Vertrag nur mit Vorbedingungen angeboten.