Nach Doping-Skandalen:

Telekom steigt aus Radsport aus

Damit zieht der Konzern die Konsequenzen aus den jüngsten Doping-Enthüllungen. Die Telekom engagierte sich seit 1991 im Profi-Radsport.

Bonn. Die Telekom wird ihr Radsport-Sponsoring mit sofortiger Wirkung beenden. Diese Entscheidung traf der Vorstand des Bonner Telekommunikations-Konzerns nach einer Mitteilung auf der Internetseite des Unternehmens vom Dienstag.

"Wir haben uns zu diesem Schritt entschlossen, um uns und die Marke T-Mobile von den jüngsten Doping-Erkenntnissen im Sport und speziell im Radsport zu distanzieren", erklärte Telekom-Vorstand Hamid Akhavan. "Angesichts unserer langjährigen Unterstützung für den Profiradsport und der Fortschritte, die das Management um Bob Stapleton zuletzt machte, ist uns dies nicht leicht gefallen." Man habe aber auch "eine Verpflichtung gegenüber unserem Kerngeschäft und damit unseren Mitarbeitern, Kunden und Aktionären", fügte er hinzu.

Auslöser der jetzigen Entscheidung war der Fall Patrik Sinkewitz und dessen umfangreiche Dopingenthüllungen aus seiner Zeit bei dem Bonner Radprofiteam.