Mindestens 29 Tote bei Anschlägen in Pakistan

Islamabad. Bei zwei Selbstmordanschlägen sind am Samstag in Pakistan mindestens 29 Menschen getötet worden. Bei dem schwereren der beiden Attentate wurde ein Bus mit Mitarbeitern des Geheimdienstes ISI in der Garnisonsstadt Rawalpindi in die Luft gesprengt und völlig zerstört. Nach Angaben aus Polizeikreisen starben dabei 27 Menschen, mehr als 20 weitere wurden verletzt. Ein Armeesprecher hatte zuvor lediglich mitgeteilt, neben dem Attentäter seien 15 Menschen ums Leben gekommen. Bei einem zweiten Selbstmordattentat an einem etwa zehn Kilometer entfernten Kontrollpunkt wurde nach Militärangaben ein Soldat getötet.

Staats- und Armeechef Pervez Musharraf hatte am 3. November den Ausnahmezustand in Pakistan ausgerufen und mit der instabilen Sicherheitslage begründet. Er verurteilte die Anschläge vom Samstag aufs schärfste.

Bereits im September hatte es schwere Anschläge auf pakistanische Sicherheitskräfte gegeben. Bei einem Doppelanschlag in Rawalpindi wurden damals 30 Menschen getötet. Wenige Tage später starben 16 Angehörige einer Eliteeinheit bei einem Anschlag auf ihr Lager nordwestlich der Hauptstadt Islamabad. Hinter den Taten werden den Taliban nahestehende islamische Extremisten vermutet.