Elbe: Erstes Hochwasser seit 2006

Promenade in Lauenburg überschwemmt

Das Wasser der Elbe steht zurzeit rund sechs Meter hoch. Das ist gut ein Meter höher als üblich. Gefährlich ist dies vor allem für die Lauenburger Altstadt. Sie grenzt direkt an den Fluss und ist nicht geschützt.

Lauenburg. Lauenburgs Bürgermeister Harald Heuer richtete am Donnerstag einen Appell an die Grundbesitzer in der Altstadt, sich einem gemeinsamen Hochwasserschutz für die Gebäude anzuschließen. "Die Gefahr durch Hochwasser kann man sich beim Blick auf die Elbe gerade wieder gut zu Gemüte führen", sagte Heuer. Während die Stadt einen sogenannten Ensembleschutz der Altstadt mit einer gemeinsamen Strategie und baulichen Maßnahmen gegen Hochwasser favorisiert, wollen sich einige Grundbesitzer an dem Plan nicht beteiligen. "Dann muss sicher jeder selbst schützen und eine einzige Schwachstelle birgt Gefahr für alle", kritisiert Heuer.

Die teilweise aus dem 16. Jahrhundert stammenden Häuser am Lauenburger Elbufer stehen auf Treibsand. Experten warnen seit Jahren, dass die Häuser wie Dominosteine umfallen könnten, wenn die Flut auch nur eines der Häuser schwer treffen würde. 2002 und 2006 wurden zahlreiche Gebäude in der Altstadt geflutet, für ein großes Hotel und Restaurant bestand Einsturzgefahr.

Während des "Jahrhunderthochwassers" der Elbe im Jahr 2002 betrug der Pegel 8,70 Meter, Ostern 2006 wurden sogar 9,12 Meter registriert. In beiden Fällen wurden zahlreiche Gebäude in der Altstadt geflutet, für ein großes Hotel und Restaurant bestand Einsturzgefahr.