St. Pauli weiht Südtribüne am Millerntor ein

Fußball-Zweitligist FC St. Pauli hat die neue Südtribüne am Hamburger Millerntor mit einem Richtfest offiziell eingeweiht.

Neben Vereinspräsident Corny Littmann waren auch Bürgermeister Ole von Beust und der Generalunternehmer und Vorstandsvorsitzende des Bundesligisten MSV Duisburg, Walter Hellmich, dessen Baugesellschaft für den Stadionumbau verantwortlich ist, dabei. Littmann legte dem Bürgermeister noch vor Betreten der Baustelle einen braun-weißen St. Pauli-Schal um den Hals.

Von Beust sprach über die "Zweifel, die ich auch noch vor anderthalb Jahren hatte, als der Umbau abgesegnet wurde, da doch zuvor unzählige Anläufe und Pläne erfolglos blieben." Er wies auf nostalgische Gefühle und die persönlichen Erfahrungen eines jeden Einzelnen mit der Kultstätte hin, vergaß aber nicht, auch das Unmoderne, Marode zu erwähnen. "Es ist uns allen ans Herz gegangen, als das Alte abgerissen wurde", sagte von Beust, um gleich anzufügen, dass der Umbau eine Notwendigkeit darstellt, wenn Spitzenfußball auf St. Pauli Zukunft haben soll.

Littmann sprach von einem "großen Tag für den Verein", für Mittelfeldspieler Thomas Meggle, der vor zehn Jahren schon bei den Hamburgern spielte, geht "ein Traum in Erfüllung". Die neue Südtribüne soll gut 5500 Plätze bieten. Eingeplant sind 3000 Stehplätze, 1364 normale Sitzplätze, 1002 Businesssitze und elf Logen, die insgesamt für 180 Personen Platz bieten. Die Kosten für den Bau belaufen sich auf 12 Millionen Euro. Die Stadt leistet einen einmaligen Zuschuss von 5,5 Millionen Euro. Für die weiteren drei Tribünen muss der Verein selbst aufkommen. Welche Tribüne als nächstes angegangen wird, ist derzeit noch unklar. Das Stadion soll für die Spielzeit 2013/14 fertiggestellt werden.