Erfolg für Hamburger Polizei:

Zwei Diebesbanden zerschlagen

Die Ermittler werfen den Verdächtigen für die vergangenen Jahre mehrere Hundert gewerbsmäßige Ladendiebstähle sowie Betrugsdelikte in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen vor.

Hamburg. Nach Erkenntnissen der Polizei zog eine zehnköpfige Bande fast täglich durch Norddeutschland, um Kosmetik- und Drogeriegeschäfte zu plündern, beziehungsweise die Beute zu verkaufen. In den Wohnungen der Täter im Alter zwischen 15 und 57 Jahren konnten die Beamten unter anderem 4 600 Deodorants beschlagnahmen. Die beiden 34 und 35 Jahre alten Drahtzieher sollen in Polen Landsleute angeheuert und mit Gewalt zum Mitmachen gezwungen haben. Gegen sie und einen 19-Jährigen wurde Haftbefehl erlassen.

Im Zuge der Ermittlungen war die Polizei außerdem einer vierköpfigen Betrügerbande im Alter von 24 bis 39 Jahren auf die Spur gekommen. Mitglieder sind ein Deutscher und die drei Polen. Sie sollen unter Vorlage gefälschter Ausweise bei Geldinstituten diverse Konten eröffnet und zum Abschluss von Mobilfunkverträgen genutzt haben.

Der 24 Jahre alte Deutsche legte ein Geständnis ab. Er wurde gemeinsam mit dem 32 Jahre alten Haupttatverdächtigen einem Haftrichter vorgeführt. Eine 37 Jahre alte Frau behauptete, sie sei in Polen mit dem Versprechen auf Arbeit angeheuert worden. Sie wurde wieder auf freien Fuß gesetzt.