Strassenplanung:

Hamburg setzt auf Kreisverkehr

Hamburg will in den kommenden Jahrzehnten rund 100 Kreuzungen auf Kreisverkehr umstellen. Nach dem Senatsbeschluss vom Dienstag sollen bereits 2008 acht neue Kreisverkehre gebaut werden.

Hamburg. "Sie verbessern den Verkehrsfluss und die Sicherheit und sind klimafreundlicher und kostengünstiger als Ampelkreuzungen", sagte Stadtentwicklungssenator Axel Gedaschko (CDU).

Seit 2002 wurden nach seinen Worten in Hamburg etwa zwei Kreisverkehre jährlich eingerichtet, künftig sollen es fünf pro Jahr sein. In der Hansestadt gibt es derzeit 21 Kreisverkehre. Der erste entstand 1884 am Klosterstern in Hamburg-Harvestehude. 1937 folgte der Horner Kreisel zur Verknüpfung der Autobahn Hamburg-Lübeck mit dem Straßennetz der Stadt.

Kreisverkehre sind nach Angaben der Behörde in der Regel deutlich kostengünstiger als Ampelkreuzungen, weil die Kosten für die Ampelanlagen und die damit verbundenen Erneuerungs- und Wartungskosten entfallen. Weil der Kreisverkehr besser fließe, sei der Schadstoffausstoß geringer, ebenso wie die Unfallgefahr, sagte der Senator.

Seine Behörde hatte in den vergangenen Monaten 150 Kreuzungen im Stadtgebiet auf ihre Kreiseltauglichkeit untersucht. "100 Kreuzungen eignen sich für einen Umbau", so Gedaschko. Sie würden jetzt entsprechend ihrer Priorität in Angriff genommen.