Wetter: Es wird kalt

Wintereinbruch in Deutschland

Schnee im Schwarzwald, Sturm an der Küste: Rund eineinhalb Monate vor seinem offiziellen Beginn zieht der Winter in Deutschland ein. Dem Norden droht für Freitag die nächste Sturmflut.

Frankfurt/Bochum. Rund eineinhalb Monate vor seinem offiziellen Beginn zieht der Winter schon in dieser Woche in Deutschland ein. Auf dem 1493 Meter hohen Feldberg im Schwarzwald lag bereits am Dienstagmorgen eine satte Schneedecke. Am Mittwoch muss gebietsweise bis in die Täler mit Schnee gerechnet werden. Andernorts bleibt es vorerst windig, regnerisch und grau. An der Nordsee muss man von Ostfriesland bis Hamburg in der Nacht zum Freitag und am Freitagmorgen mit einer Sturmflut rechnen. Am Freitag sollen auch die Temperaturen deutlich sinken. Vor allem im Schwarzwald müssen Autofahrer mit glatten Straßen rechnen.

Wetterbestimmend sind Hoch "Valerie" südwestlich von Irland und Tief "Stefan" über Nordeuropa: Sie steuern am Mittwoch und Donnerstag labil geschichtete Meeresluft nach Mitteleuropa und sorgen somit für windiges und unbeständiges Wetter. Zum Freitag hin mischt sich das von Island zur Ostsee ziehende Sturmtief "Tilo" ins Wettergeschehen ein. Es bringt Polarluft, die Schneefallgrenze sinkt wieder bis in die Täler.

Der Mittwoch beginnt am Alpenrand und im Erzgebirge winterlich: Bis in die Täler kann es schneien. Von der Nordsee zieht ein Regengebiet nach Südosten und sorgt für regnerische November- Tristesse im Norden. Die Schneefallgrenze steigt allmählich auf 1000 Meter. Ein paar Auflockerungen sind anfangs noch in der Mitte Deutschlands drin - vom Saarland bis ins Erzgebirgsvorland. Aber im Laufe des Tages regnet es auch dort. Im Süden ist es ebenfalls meist trüb, der Schneefall am Alpenrand lässt tagsüber nach. Nur am Hochrhein und am Bodensee können sich die Menschen über etwas Sonne freuen. Bei kräftigem, in freien Lagen stürmischem Westwind liegen die Höchstwerte zwischen sieben und zwölf Grad.

In der Nacht zum Donnerstag lockern die Wolken am Rhein und in Küstennähe immer mal wieder auf. Sonst bleibt es bewölkt mit leichtem Regen und etwas Schneefall. Besonders in Berg- und Küstenlagen stürmt es weiterhin. Die Frühtemperaturen liegen zwischen vier und neun Grad.

Dichte Wolken, Nieselregen und leichter Schneefall bestimmen auch am Donnerstag das Wetter zwischen Kiel und Konstanz. Kräftiger Schneefall ist oberhalb von 1000 Metern möglich. Im Flachland zeigt sich zwischendurch auch mal die Sonne. Der Westwind lässt vorübergehend etwas nach, weht aber weiterhin lebhaft bis kräftig. Mit sieben bis zwölf Grad ist es nochmals einigermaßen mild.

Stürmisches Schauerwetter steht am Freitag bevor. Im Bergland wird es wieder zunehmend winterlich und auch im Flachland mischt sich allmählich Graupel dazu. Die Temperaturen erreichen maximal noch vier bis neun Grad.