Bananenfrachter verliert Container

Ein Bananenfrachter hat bei schwerem Seegang auf dem Weg von Antwerpen nach Hamburg am Dienstagabend zehn Container verloren und ist dabei so stark beschädigt worden, dass Öl austrat, teilte das Havariekommando in Cuxhaven am Mittwoch mit. Ein Seemann wurde leicht verletzt.

Das Öl sei zeitweise aus einem fußballgroßen Loch ausgetreten. Ein Flugzeug habe die Route des Schiffs allerdings überflogen und keine Gewässerverschmutzung festgestellt. Der 180 Meter lange Frachter liegt seit dem späten Dienstagabend in Cuxhaven vor Anker.

Die unter der Flagge der Bahamas fahrende "Duncan Island" war den Angaben zufolge auf dem Weg von Antwerpen nach Hamburg. Das Leck im Tank entstand, als die zehn Container vor der niederländischen Insel Terschelling von Bord gingen. Einige Container seien bereits gefunden und die Schifffahrt gewarnt worden.

An der niederländischen Insel Terschelling wurden am Mittwoch tausende Bananen angeschwemmt, wie die Behörden mitteilten. "Ich glaube, jeder auf der Insel hat jetzt ein Gebinde", sagte Gossen Buren, der beim örtlichen Leuchtturm arbeitet. Ein rund ein Kilometer langer Strandabschnitt sei mit unreifen Südfrüchten aus Kuba bedeckt, und auch auf der benachbarten Insel Ameland seien welche aufgetaucht.

Terschelling kommt nicht zum ersten Mal in den Genuss solcher "Lieferungen": Vor einem Jahr wurden tausende Tennis-Schuhe, Aktentaschen aus Aluminium und Kinderspielzeug angeschwemmt. Vor etwa 20 Jahren landete eine Ladung Pullover auf der Insel.