General Motors verbucht wegen Abschreibung Riesenverlust

Die zum Großteil aus Opel bestehende General-Motors-Sparte GM Europe hat im dritten Quartal angesichts des weiter schwachen Automarkts in Deutschland ihren Verlust ausgeweitet.

Zudem drückten Währungsbelastungen aus dem Großbritannien-Geschäft das Ergebnis, teilte GME am Mittwoch mit.

In den wegen der Ferienzeit ohnehin traditionell verkaufsarmen Sommermonate sei im Europa-Geschäft ein Verlust in Höhe von 90 Millionen Dollar (rund 61 Millionen Euro) nach 39 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum angefallen. Hinzu komme die Nachfrageschwäche auf dem deutschen Pkw-Markt. Durch die Neubewertung potenzieller Steuervergünstigungen ergab sich im Europageschäft mit Sonderposten ein Fehlbetrag von 2,9 Milliarden Dollar. Die Konzernmutter GM muss wegen der Abschreibungen einen Rekordverlust von 39 Milliarden Dollar verbuchen, der ohne Sonderposten bei 1,6 Milliarden Dollar liegt.

Der Absatz in Europa mit Marken wie Opel/Vauxhall und Saab, Chevrolet sei um 15 Prozent auf 524.000 Fahrzeuge gestiegen. Allein von Chevrolet wurden 113.000 Einheiten verkauft. In seinem Europageschäft hatte GM die Trendwende nach jahrelangen Verluste eigentlich schon geschafft. Den Abbau von 12.000 Arbeitsplätzen - das Gros davon entfiel auf Deutschland - schloss der Konzern im vergangenen Jahr fast komplett ab.