Rangeleien bei Kurden-Demo in Hamburg

Rund 2000 Kurden haben am Sonnabend in der Hamburger Innenstadt gegen den Einmarsch der Türkei in den Nordirak demonstriert.

Hamburg. Die Teilnehmer schwenkten Fahnen, forderten "Freiheit für Kurdistan" und zeigten Bilder von PKK-Führer Abdullah Öcalan, der seit 1999 in türkischer Haft sitzt. Die Polizei sicherte die Veranstaltung mit mehreren Hundertschaften, um Auseinandersetzungen zwischen kurdischen Demonstranten und türkischen Nationalisten zu verhindern. Die Teilnehmer zogen vom Hauptbahnhof über die Mönckebergstraße, Jungfernstieg und Dammtorbahnhof bis zum türkischen Generalkonsulat.

Kurz vor dem Dammtorbahnhof kam es plötzlich zu Rangeleien, weil ein Türke auf einer Brücke eine Türkei-Fahne gezeigt und eine Parole gerufen hatte. Daraufhin versuchte eine Gruppe von etwa 60 Demonstranten, Unruhe zu stiften. "Dies zeigt, wie aufgeladen die Situation bei den Demonstranten gewesen ist", sagte Polizei-Pressesprecher Ralf Meyer. Einsatzkräfte versuchten den Streit zu schlichten. Ein Störer wurde dabei in Gewahrsam genommen.

Insgesamt verlief die Demonstration dennoch ohne größere Zwischenfälle und in weiten Teilen friedlich. Die Teilnehmer schwenkten zu Beginn zahlreiche Fahnen der in Deutschland verbotenen kurdischen PKK, die die Polizei sicherstellte. Am Ende gab es eine Abschlusskundgebung in der Nähe des türkischen Generalkonsulats.