Hamburg: Senat

Werberechte für eine halbe Milliarde Euro vergeben

Die Anfang 2009 in Kraft tretenden Verträge laufen 15 Jahre. Sieger des europaweiten Wettbewerbsverfahrens sind die Firmen JCDecaux Deutschland und Deutsche Städtemedien als Teil der Ströer-Gruppe.

Hamburg. Die Stadt Hamburg verdient an der Werbung an Buswartehäuschen, auf Litfaßsäulen und auf Großplakaten bis 2023 rund eine halbe Milliarde Euro. Nach einem europaweiten Wettbewerb vergab der Senat am Dienstag die Werberechte in der Stadt an die Firmen JCDecaux Deutschland GmbH und Deutsche Städtemedien GmbH als Teil der Ströer-Gruppe. "Die letzten 15 Jahre haben wir für die Stadtwerbung 30 Millionen Euro eingenommen, in den nächsten 15 Jahren werden es 508 Millionen Euro sein", sagte Finanzsenator Michael Freytag (CDU). Die Verträge treten Anfang 2009 in Kraft und laufen 15 Jahre. Die Bürgerschaft muss diesen noch zustimmen.

Mit den zusätzlichen Einnahmen sollen die Bezirke mehr Mittel erhalten, um die Gestaltung des öffentlichen Raums zu verbessern. Ebenso ist die Finanzierung anderer Maßnahmen im öffentlichen Raum möglich, wie z.B. ein Fahrradleihsystem ab 2009. Das ausschließliche Recht zur Werbung an ca. 2150 Fahrgastunterständen und 350 Stadtinformationsanlagen geht ab 2009 an JCDecaux Deutschland GmbH. Die Finanzierung von hochwertigen Fahrgastunterständen und Stadtinformationsanlagen durch Werbung ist in Hamburg vor fast 30 Jahren erstmals in Deutschland eingeführt worden und erreicht jetzt eine neue Qualität. Neue Buslinien und bisher nicht ausreichend versorgte Stadtgebiete erhalten Fahrgastunterstände. Während der Vertragslaufzeit wird die Anzahl der Fahrgastunterstände voraussichtlich auf über 2500 steigen.