«MS Europa» zum achten Mal "bestes Kreuzfahrtschiff der Welt"

Die «MS Europa» ist zum achten Mal in Folge als «bestes Kreuzfahrtschiff der Welt» bewertet worden. Für die Auflage 2008 des renommierten Berlitz-Kreuzfahrtenführers erhielt das Flaggschiff von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten aus Hamburg 1860 von 2000 möglichen Punkten.

Das waren 2 Punkte mehr als 2007. Damit fiel die «Europa» erneut als einziges Schiff in die Kategorie «Fünf-Sterne- plus». Andere Reedereien sehen sich dagegen mit Herabstufungen einiger Schiffe konfrontiert, darunter auch Aida Cruises aus Rostock.

Für den Berlitz-Führer beurteilte der britische Experte Douglas Ward auch in diesem Jahr etwa 280 Schiffe. Nach Angaben des Verlages in London hat er dabei unter anderem vier bisher mit fünf Sternen ausgezeichnete Schiffe schlechter bewertet. Es handelt sich um die «Seven Seas Mariner» und die «Seven Seas Voyager» von Regent Seven Seas Cruises sowie um die «Silver Wind» und die «Silver Cloud» von Silversea Cruises. Damit erhielten diesmal nur noch 13 Schiffe die begehrten fünf Sterne, darunter auch die Großsegler «Sea Cloud» und «Sea Cloud II» sowie Hapag-Lloyds Expeditionsschiff «Hanseatic».

Von Douglas Ward deutlich herabgestuft wurden auch die drei Aida- Cruises-Schiffe «Aidacara», «Aidaaura» und «Aidavita», die alle aus dem Vier-Sterne-Bereich herausfielen und mit knapp unter 1400 Punkten jetzt als «Drei-Sterne-plus»-Schiffe geführt werden. Die im April dieses Jahres in Hamburg getaufte «Aidadiva» gruppierte Ward dagegen mit 1494 Punkten bei den Vier-Sterne-Schiffen ein. Eine halbe Klasse runter ging es auch für die «Maxim Gorki», die für Phoenix Reisen fährt: Statt «Drei-Sterne-plus» sind es diesmal noch drei Sterne.

Wenig Veränderungen gab es bei mehreren anderen Schiffen deutscher Anbieter. So gehören die «Astor» und die «Astoria» von Transocean Tours sowie die «Albatros» von Phoenix Reisen weiter der Kategorie «Drei-Sterne-plus» an. Phoenix' «Amadea» erhielt erneut die Bewertung «Vier-Sterne-plus» und Hapag-Lloyds «Bremen» vier Sterne. Unbewertet blieb auch diesmal die «Deutschland» der Reederei Peter Deilmann. Mit Deilmann hatte sich Douglas Ward Ende der 1990er Jahren vor Gericht gestritten, weil die Reederei seine Bewertungen nicht akzeptierte.

Das Billig-Kreuzfahrtschiff «EasyCruise One» bewertete Ward mit 1007 Punkten und der Einstufung «Zwei-Sterne-Plus». Für den Experten bietet es mit seinem Konzept, zum Beispiel für den Handtuchwechsel, alle Speisen an Bord und die Kabinenreinigung extra bezahlen zu müssen, «zeitgenössisches Camping auf hoher See».