Steuerhinterziehung: Mahnung von ver.di

Staat gehen zwölf Milliarden Euro durch die Lappen

Das behauptet jedenfalls die Gewerkschaft. In den Finanzämtern fehlten tausende Stellen, Firmen müssten rechnerisch nur alle 50 Jahre eine Umsatzsteuer-Sonderprüfung fürchten.

Berlin. Durch zu lasche Verfolgung von Steuerhinterziehung gehen dem Staat nach Berechnungen der Gewerkschaft ver.di jährlich mehr als zwölf Milliarden Euro durch die Lappen. In den Finanzämtern fehlten tausende Stellen, Firmen müssten rechnerisch nur alle 50 Jahre eine Umsatzsteuer-Sonderprüfung fürchten. "Wir halten das für einen Skandal.

Durch einen mangelhaften Steuervollzug in den Ländern werden leichtfertig und billigend immense Einnahmeausfälle in Kauf genommen", sagte ver.di-Chef Frank Bsirske in Berlin. Er rief das Bundesfinanzministerium auf, die Länder zu Verbesserungen zu zwingen. Ein Ministeriumssprecher sagte, Steuerausfälle in "großen Größenordnungen" durch schlechten Personaleinsatz in den Finanzämtern seien nicht zu erkennen. Es gebe aber immer Optimierungsbedarf.