Menschenrechtsdialog

China sagt Treffen ab

Berlin. Aus Zorn über den Empfang des Dalai Lama durch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die chinesische Regierung den für Dezember in Peking geplanten Menschenrechtsdialog mit Deutschland abgesagt, das berichtet der "Spiegel". Wie das Hamburger Nachrichtenmagazin berichtete, soll dies ausdrücklich unter Hinweis auf das Gespräch des geistlichen und weltlichen Oberhaupts der Tibeter mit Merkel im Berliner Kanzleramt geschehen sein.

In Peking sind Regierungsstellen vor allem darüber empört, so das Magazin weiter, dass Merkel das geplante Treffen bei ihrer China-Reise Ende August nicht angekündigt habe. Dem Bericht zufolge hat Merkel aus Sicht von Peking mit dem Empfang eine "rote Linie" überschritten. Nun erwarte man von der Bundesregierung "Schritte", um die Spannungen zu beheben. Die chinesische Regierung sieht durch Unabhängigkeitsbestrebungen Tibets die Souveränität ihres Landes bedroht und bewertet den Dalai Lama als Separatisten. China hatte das Gebiet in den 50er Jahren gewaltsam annektiert.