Fischereihafen: Mehr Platz für Kreuzfahrtschiffe

Anleger wird ausgebaut

Vom Jahr 2009 an sollen an dem Kai Kreuzfahrtschiffe mit einer Länge von bis zu 300 Metern festmachen können und 2500 bis 3500 Passagiere an Land strömen.

Hamburg. Mehr Platz für Kreuzfahrtschiffe im Hamburger Hafen: Die Stadt investiert rund 12,5 Millionen Euro in den Ausbau des Anlegers im Fischereihafen, von dem einst die Fähren nach England ablegten. Das teilte Finanzsenator Michael Freytag (CDU) mit.

Vom Jahr 2009 an sollen an dem Kai Kreuzfahrtschiffe mit einer Länge von bis zu 300 Metern festmachen können und 2500 bis 3500 Passagiere an Land strömen. "Wir haben dann zwei Eins-A-Standorte", sagte der Politiker. Am Terminal in der Hafencity werden weiterhin noch größere Schiffe anlegen. Grund für die Investitionen ist der wachsende Markt für Kreuzfahrten. Die Prognosen für Hamburg sind enorm: So werden von 72 Schiffsanläufen in diesem Jahr auf über 140 im Jahr 2010 vorhergesagt. Das damit verbundene Passagieraufkommen wird sich von derzeit 113 000 auf 326 000 nahezu verdreifachen.

Zugleich wird das gesamte Fischereihafenareal in Altona aufgewertet, wobei die charakteristische fischgewerbliche Nutzung wegen ihrer wirtschafts- und strukturpolitischen Bedeutung erhalten bleibt. Der neue Kreuzfahrtterminal wird ein wichtiger Baustein in der anstehenden Gestaltung des Fischereihafengeländes sein. Dabei wird es auch darum gehen, die Ergebnisse der Architekturolympiade sowie das große öffentliche Interesse an Freizeitmöglichkeiten in Wassernähe in den Entwicklungsprozess einzubeziehen.

Damit die Planungen unbürokratisch und effizient aus einer Hand vorgenommen werden können, wird zum 1. Januar 2008 eine neue städtische Gesellschaft gegründet die Fischereihafen-Entwicklungs-Gesellschaft (FEG). Aufgabe der FEG wird neben der Entwicklung des gesamten Areals insbesondere der wasserseitige Ausbau der Kaianlagen, die Anpassung des Terminalgebäudes sowie die Herrichtung der Freifläche der ehemaligen England-Fähre mit ihren Zu- und Abfahrten, Stellplätzen und öffentlichen Flächen sein.