Musharraf gewinnt Präsidentenwahl

Das Ergebnis ist aber noch inoffiziell und unbestätigt.

Islamabad. Der pakistanische Staats- und Armeechef Pervez Musharraf hat bei der umstrittenen Präsidentenwahl nach einem inoffiziellen Ergebnis die meisten Stimmen geholt. Die Mehrheit der 1170 Abgeordneten des Parlaments in der Hauptstadt Islamabad und der vier Provinzparlamente habe für Musharraf votiert, sagte ein Mitglied der Wahlkommission am Samstag. Das Ergebnis bedeutet jedoch nicht automatisch die Wiederwahl Musharrafs. Das Verfassungsgericht hatte am Freitag beschlossen, erst nach der Wahl über die Rechtmäßigkeit seiner Kandidatur zu entscheiden. Bis zu einem Urteil darf daher offiziell kein Wahlsieger verkündet werden.

Alle Abgeordneten der im Parlament vertretenen Oppositionsparteien haben die Abstimmung boykottiert. Sie argumentieren, der Präsident hätte nicht zur Wahl antreten dürfen, da er zugleich Armeechef ist. Die Richter wollen die Beratungen über die Anträge der Opposition erst elf Tage nach der Wahl, am 18. Oktober, aufnehmen. Musharraf hat angekündigt, dass er im Falle seiner Wiederwahl das Amt des Armeechefs aufgeben würde.

( dpa )