Hoffnung: Weniger Arbeitslose

"September"-Hoch: Mehr Jobs für die Hamburger

Mit kräftigen Stellenzuwächsen jetzt auch für ältere Arbeitnehmer sorgt das anhaltende Konjunktur-Hoch für weitere Entspannung auf dem Arbeitsmarkt in Hamburg. Ende September waren in der Hansestadt 77 200 Menschen ohne Arbeit und damit 16,6 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Hamburg/Kiel. Wie die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Kiel weiter mitteilte, fiel die Quote auf 8,7 Prozent. Vor einem Jahr waren es noch 10,5 Prozent. "Das ist der beste September auf dem Arbeitsmarkt der Elbmetropole seit fünf Jahren", kommentierte der Leiter der Regionaldirektion Nord der Arbeitsagentur, Jürgen Goecke.

Auffällig ist in Hamburg der anhaltend starke Zuwachs sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze: Nach den jüngsten Daten aus dem Juli entstanden binnen eines Jahres rund 21 500 neue Stellen. Das Plus von fast 3 Prozent liegt deutlich über dem Bundesschnitt von 2,1 Prozent. Von dieser Entwicklung profitieren besonders die über 50-Jährigen: In dieser Altersgruppe sank die Zahl der Arbeitslosen im Vorjahresvergleich um fast 24 Prozent auf 17 000.

Die kräftigsten Beschäftigungszuwächse verbuchten in Hamburg Dienstleistungen für Unternehmen (plus 9400), Verkehr und Nachrichtenübermittlung (4000), Industrie (2100) und das Gastgewerbe (1700). Stellenverluste registrierten Banken und Versicherungen sowie der Bausektor.

Der anhaltend positive Trend in der Metropole Hamburg wirkt sich auch unmittelbar auf die Nachbarkreise in Schleswig-Holstein aus: Stormarn hat mit der niedrigen Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent "süddeutsche Verhältnisse" erreicht. Auch Segeberg (5,5 Prozent) und Pinneberg (6,1) liegen deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 7,8 Prozent. Im nördlichsten Bundesland sank die Zahl der Arbeitslosen im Vorjahresvergleich um 15,3 Prozent auf 110 900.