Vietnam: Brückeneinsturz mit tödlicher Folge

Suche nach Überlebenden

Im Süden Vietnams sind heute mindestens 34 Bauarbeiter ums Leben gekommen. 70 weitere wurden nach Behördenangaben verletzt, andere waren unter Trümmern eingeschlossen.

Hanoi. Die Brücke wurde in der Stadt Can Tho über den Fluss Hau gebaut. Sie sollte Teil einer vielbefahrenen Strecke werden, die das Mekong-Delta mit Ho-Tschi-Minh-Stadt verbindet.

Rettungskräfte suchten in den Trümmern nach Überlebenden. "Es war ein völliges Chaos", sagte der Vizechef der Polizei von Can Tho, Le Viet Hung. "Es klang wie eine riesige Explosion. Es ist der größte Unfall, den ich je gesehen habe."

Die 2,75 Kilometer lange, vierspurige Brücke sollte im kommenden Jahr nach vierjähriger Bauzeit fertig gestellt werden. Heute stürzte ein 30 Meter hohes und 100 Meter langes Teilstück ein. Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Vietnam arbeiteten dort zum Zeitpunkt des Unglücks etwa 250 Menschen. Die japanische Botschaft in Hanoi teilte mit, das Projekt sei von Japan finanziert worden.

Auch in China, Pakistan und den USA stürzten in den vergangenen Wochen Brücken ein.