Uefa-Pokal: Litex Lowetsch - HSV

Hamburger boten trotz Sieg nur Magerkost

Lesedauer: 2 Minuten

Die Mannschaft von Trainer Huub Stevens kam im Erstrunden-Hinspiel beim zweimaligen bulgarischen Meister Litex Lowetsch zu einem etwas schmeichelhaften 1:0 (0:0)-Erfolg und verschaffte sich damit eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 4. Oktober in der Hansestadt. Romeo Castelen erlöste seine Mannschaft in der 75. Minute.

Lowetsch. Eine magere Vorstellung, ein perfektes Ergebnis: Der Hamburger SV hat sich mit einem 1:0 (0:0) im Hinspiel der ersten Runde des Uefa-Cups bei Litex Lowetsch eine glänzende Ausgangsposition für das Erreichen der Gruppenphase geschaffen. Vor 5000 Zuschauern im Gradski-Stadion traf der Niederländer Romeo Castelen in der 75. Minute für die Norddeutschen, die ansonsten wenig Akzente setzen konnten. Die Hanseaten hatten das Heimspielrecht getauscht und treffen nun am 4. Oktober zu Hause auf die Bulgaren.

Mit einigen Umstellungen reagierte HSV-Coach Huub Stevens auf die 1:2-Niederlage in der Bundesliga bei Eintracht Frankfurt. So durfte Paolo Guerrero nach überstandener Magen-Darm-Grippe für den glücklosen Mohamed Zidan von Beginn an auflaufen und zeigte Einsatzbereitschaft durch sein großes Laufpotenzial.

Für Ivica Olic spielte Piotr Trochowski auf der linken Seite, der angeschlagene Romeo Castelen (Knöchel) übernahm den rechten Flügel vom angeschlagenen Jerome Boateng. Der Niederländer Castelen hatte nach elf Minuten die erste Möglichkeit für die Gäste, die nur schwer ins Spiel kamen, wurde aber durch Keeper Todor Todorow abgeblockt.

Mit einem sehenswerten Solo machte Thimothee Atouba nach 23 Minuten auf sich aufmerksam, konnte aber mit seinem schwachen rechten Fuß nicht gefährlich genug abschließen. Die gut gestaffelten Bulgaren machten den Norddeutschen die Angriffsbemühungen schwer. Hinzu kam, dass das Mittelfeld selten nachrückte. Kapitän Rafael van der Vaart blieb auch bei den Ecken und Freistößen ohne Wirkung.

Drei Torchancen verzeichnete der Tabellen-Sechste der bulgarischen A-Liga in den ersten 45 Minuten. Bereits nach drei Minuten scheiterte der 19 Jahre alte Nationalspieler Iwelin Popow an HSV-Torhüter Frank Rost. Danach scheiterten nur knapp Kroum Bibischkow (28.) und der Brasilianer Sandrinho (29.). Die Abwehr der Hanseaten zeigte wie in Frankfurt eklatante Schwächen, besonders über die rechte Seite von Atouba.

Der Kameruner, der am Donnerstag wegen seines Ellenbogen-Checks zur mündlichen Verhandlung beim Deutschen Fußball-Bund antreten muss, wirkte indisponiert. Gegen den besten Gegenspieler, den Brasilianer Wellington, hatte Atouba nicht nur in der 55. Minute bei einer Großchance des Mittelfeldspielers das Nachsehen. Durch einen groben Patzer von Todorow gelang dem schnellen Castelen 15 Minuten vor dem Schlusspfiff der verdiente Führungstreffer.